Buchteln mit Marillen

Buchteln mit Marillen

Als ich klein war, waren Buchteln mit Marillen und Vanillesauce meine liebste Mehlspeise. Der Geruch des Germteiges im Haus und diese flaumigen Stückchen mit süßer Füllung schlagen für mich aber nach wie vor (fast) alles. Hier eine Variante mit ganzen, gezuckerten Marillen in der Mitte. Man kann sie aber natürlich auch pur ohne Füllung oder mit Marillenmarmelade, Powidlmarmelade oder anderen Füllungen machen. Ich bin kein Germteig-Profi und es gibt so viele Varianten. Ich mach den Germteig aber immer ganz unkompliziert. Grundsätzlich kann man bestimmt auch einfach alle Zutaten auf einmal in die Schüssel geben und kneten. Wie immer nehme ich statt hellem Weizenmehl helles Dinkelmehl, was geschmacklich keinen Unterschied macht und sich auch ganz genauso zubereiten lässt.

Germteig:
250g Dinkelmehl
100ml Milch
25g Zucker
25g Butter
1 Packung Germ
Prise Salz
1 Ei

&

6 Marillen
etwas Zucker
etwas Butter

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen.
  2. In einer kleinen Schale die Milch lauwarm (nicht heiß!) erhitzen, den Germ sowie den Zucker unterrühren, bis sich alles schön aufgelöst hat.
  3. Nun die Milch in die Mulde gießen.
  4. Die weiche Butter nun in kleinen Stücken am Mehlrand verteilen und auch das aufgeschlagene und verquirlte Ei so gut wie möglich am Mehlrand außerhalb der Mulde verteilen. (Fett sollte nie direkt in Berührung mit Hefe kommen, da sie sonst nicht so gut aufgeht.)
  5. Mit den Knethaken eines Handmixers alles zu einem glatten Teig kneten, bis sich der Teig schön vom Rand der Schüssel löst, ansonsten noch etwas Mehl hinzugeben.
  6. Den Teig als Kugel geformt in der Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. Diesen Schritt hab ich ehrlicherweise schon das ein oder andere Mal ausgelassen wenn’s schnell gehen musste 😉
  7. Währenddessen die Marillen waschen und entkernen. Ich schaue immer, dass ich sie beim Halbieren nicht ganz auseinander reiße.
  8. Nun etwa 3 EL Butter in einer Tasse erwärmen, eine Auflaufform damit bestreichen und den Rest beiseite stellen.
  9. Den Teig nun auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und solange noch Mehl dazu einkneten, bis er nicht mehr an den Fingern klebt und nicht mehr allzu sehr die Form verliert, wenn man ihn kurz liegen lässt. Er sollte schon sehr kompakt und gut formbar sein, damit die Buchteln in der Form dann auch noch zu erkennen sind und nicht auseinander laufen 😉
  10. Aus dem Teig 6 gleich große Kugeln formen und in der Handfläche flach drücken, sodass in jedem Teigmantel eine Marille Platz hat.
  11. In die Mitte eines jeden Teigstückchens kommt nun eine Marille, die auf der Innenseite (Schnittfläche) noch ein bisschen angezuckert werden kann.
  12. Den Teig nun gut um die Marille verschließen und mit der glatten Seite nach oben in die Auflaufform legen (zusammengeklebte Seite nach unten ;-))
  13. Die Buchteln nun mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen und nochmals etwa 10 Minuten zugedeckt gehen lassen (kann man notfalls auch auslassen ;-))
  14. Währenddessen den Backofen auf 170 Grad Ober-Unterhitze vorheizen, dann die Buchteln etwa 20-30 Minuten je nach Größe goldbraun backen.

Zu den Buchten passt sehr gut eine Vanillesauce oder auch einfach nur ein bisschen Milch, Butter oder Marmelade! Mit Puderzucker bestreut servieren.